Galakonzert

Sa, 30. Juli | 19:30 Uhr

DER ZWERG war zehn Jahre lang ein reines Kammermusikfestival. Das Liedfestival Sindelfingen will 2022 alle Räume der Stadt einbeziehen. Wir freuen uns auf Orchesterlieder und symphonische Musik in der Stadthalle Sindelfingen. Julian Prégardien singt Lieder von Samuel Barber, Johannes Held die Lieder eines fahrenden Gesellen von Mahler. Die Würth Philharmoniker spielen Orchesterwerke von Schubert (Unvollendete!) unter der Leitung von Alondra de la Parra und garantieren ein Konzerterlebnis auf höchstem Niveau.

Julian Prégardien, Tenor
Johannes Held, Bariton
Alondra de la Parra, musikalische Leitung
Würth Philharmoniker

Location: Stadthalle Sindelfingen

Eintritt:
Regulär 36 € / 31 € / 24 €
Schüler*innen/Studierende 20 € / 15 € / 5 €
Festivalpass (alle Veranstaltungen) 169 €

Franz Schubert
Ouvertüre zu „Rosamunde“, D 644

Samuel Barber
Knoxville. Summer of 1915, op. 24

Gustav Mahler
Lieder eines fahrenden Gesellen

– Pause –

Franz Schubert
Sinfonie in h-Moll „Unvollendete“

Franz Schubert
Das Lied vom Wolkenmädchen aus „Alfonso und Estrella“, D 732

Franz Schubert
Erlkönig, op. 1, D 328, orchestriert von Hector Berlioz

 Julian Prégardien | Foto: Peter Rigaud

Julian Prégardien, Tenor

Julian Prégardien wurde in Frankfurt geboren und erhielt seine erste musikalische Bildung in den Chören der Limburger Dommusik. Nach Studien in Freiburg und im Rahmen der Akademie des Opernfestivals von Aix en Provence war er von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Parallel entwickelte sich seine internationale Konzerttätigkeit. Inzwischen ist der Tenor ein international herausragender Vertreter der jungen Sänger-Generation.

Als Opernsänger gastierte er beim Festival d’Aix en Provence, an der Hamburgischen und an der Bayerischen Staatsoper sowie an der Opéra Comique in Paris. 2018 debütierte er bei den Salzburger Festspielen als Narraboth in Richard Strauss‘ Salome (Regie: Romeo Castellucci) mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Franz Welser-Möst. 2019 folgte sein Debut als Tamino in einer Neuproduktion von Mozarts Zauberflöte an der Staatsoper Berlin unter der Leitung von Alondra de la Parra.

Höhepunkte der jüngsten Vergangenheit waren Konzerte mit den Münchener Philharmonikern, dem Orchestre Symphonique de Montréal und dem Chor des Bayerischen Rundfunks. Julian Prégardien war 2019 „Artiste Ètoile“ des Mozartfestes Würzburg, wo er u.a. mit dem Freiburger Barockorchester und den Bamberger Symphonikern auftrat. Anfang März 2020 debütierte er beim Cleveland Orchestra mit Mendelssohns „Lobgesang“ unter Franz Welser-Möst. In der Saison 2020/2021 war er u.a. mit dem Balthasar-Neumann Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, mit der Dresdner Philharmonie unter Cornelius Meister, mit dem Ensemble Pygmalion unter Raphaël Pichon, mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter Kent Nagano, sowie mit dem Concentus Musicus unter Stephan Gottfried zu hören. Höhepunkte der Saison 2021/2022 sind Konzerte mit dem Oslo Philharmonic Orchestera unter Klaus Mäkelä, mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir John Eliot Gardiner, mit dem Gewandhaus Orchester unter Andris Nelsons, mit Concerto Köln unter Kent Nagano, mit dem Chor Accentus und dem Insula Orchestra unter der Leitung von Laurence Equilbey, sowie mit dem Tonhalle Orchester und Alondra de la Parra.

Gemeinsam mit Alondra de la Parra präsentiert er Ravels Cinq Mélodies populaires grecques und Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen in Helsingborg, Grävle und in Mailand ; In Raphael Pichons Projekt „La vie du Christ“, das mit seinem Ensemble Pygmalion in Paris, Bordeaux, Versailles und Essen aufgeführt werden wird, übernimmt Julian Prégardien die zentrale Partie des Evangelisten.

Einen besonderen Schwerpunkt der künstlerischen Tätigkeit Julian Prégardiens bilden Liederabende und Kammermusikprojekte. Neben zahlreichen Liederabenden wird Julian Prégardien mit Schuberts „Schwanengesang“ mit Martin Helmchen und mit Schuberts „Die Schöne Müllerin“ mit Kristian Bezuidenhout zu hören sein.

Julian Prégardien ist Exklusivkünstler des Labels Alpha Classics. Er ist Professor für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München, Mitglied des Schumann-Netzwerkes und künstlerischer Leiter der Brentano-Akademie Aschaffenburg.

Johannes Held, Bariton

„Johannes Held ist ein Bariton mit festem, leuchtenden Kern und packender expressiver Kraft“, schreibt Susanne Benda in der Stuttgarter Zeitung über den deutschen Bariton. Seit seinem Abschluss 2013 an der Königlichen Dänischen Opernakademie konnte er Kritiker und Publikum gleichermaßen überzeugen. Johannes Held war als Solist an vielen europäischen Opernhäusern tätig, darunter die Königliche Dänische Oper, Wermlandoper (Schweden), Oldenburgisches Staatstheater, Staatstheater Mainz und Theater Bozen (Italien). Sein Repertoire umfasst unter anderem die Rollen des Papageno, Guglielmo, Dr. Falke, Sid und Escamillo.

Johannes Held ist ein erfahrener Solist im Oratorienfach und preisgekrönter Liedsänger. Er war unter anderem mit dem Orchester der Königlichen Dänischen Oper, Copenhagen Phil, Odense Symphonieorchester, dem Lettischen Nationalorchester, LaVerdi Mailand, dem Orchester Sinfonia Siciliana, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Orchester „Haydn“ in Bozen und Trento zu erleben. Sein Oratorienrepertoire umfasst Werke von Bach, Haydn, Brahms und Mendelssohn. Seine sorgsam durchdachten Liedprogramme fokussieren sich auf Lieder von Schubert, Schumann, Mahler und Weill.

Johannes konnte mit einer Vielzahl an Dirigenten zusammenarbeiten, darunter Andris Poga, Claus Peter Flor, Arvo Volmer, Simon Gaudenz, Johannes Gustavsson und Michael Boder. Er war bei den Meraner Festwochen, der Schubertiade Roskilde, dem internationalen Kammermusikfestival auf den Lofoten, im Auditorium in Bozen, dem Theater Garibaldi in Palermo, beim Festival voxpopuli in Montreal und der Oper Göteborg zu hören. 2018 nahm er zusammen mit Pianist Daniel Beskow Schuberts Winterreise auf, die bei ARS Musikproduktion erschien. Sein Konzeptkonzert „Winterreise Staged“ wurde seit 2015 über 50 Mal zur Aufführung gebracht.

Johannes Held ist Gründer und Künstlerischer Leiter des internationalen Kunstlied-Festivals DER ZWERG, das alle zwei Jahre in Sindelfingen stattfindet.

Die ersten Schritte seiner Ausbildung ging er bei den Stuttgarter Hymnus Chorknaben, danach studierte er in Freiburg und schloss seine Studien in Kopenhagen an der Opernakademie mit Susanna Eken ab. Zu seinen Coaches zählen Mikael Eliasen, Fiona MacSherry, Ouri Bronchti und Tim Ribchester. In letzter Zeit erhielt er weitere Impulse von Deborah Polaski.

Johannes Held ist dankbar für die vielfältige Unterstützung, die er von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, dem Evangelischen Studienwerk „Villigst“, der Richard Wagner Stiftung und der  Kunststiftung BW erhielt.

Johannes Held | Foto: Jens Oellermann
Alondra de la Parra | Foto: David Ruano

Alondra de la Parra, musikalische Leitung

Als Naturtalent in Sachen Kommunikation mit einer Persönlichkeit die von Charisma ausgezeichnet ist, zieht die Dirigentin Alondra de la Parra durch ihr fesselndes musikalisches Verständnis weiterhin Aufmerksamkeit rund um die Welt auf sich.

Diese Saison kehrt sie in Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das London Philharmonic Orchestra zurück und macht ihr Debut am Staatsorchester Stuttgart. Auf der Bühne kehrt sie zudem an die Deutsche Oper zurück, um Tchaikovskys Dornröschen mit dem Staatsballett Berlin und neuer Choreographie von Marcia Haydée zu dirigieren.

2020/21 ist sie zudem auf Tour mit dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino mit Khatia Buniatishvili, macht ihr Debut mit dem Museumsorchester Frankfurt, ist involviert in einer Reihe von Konzerten die Piazzollas 100sten Geburtstag zelebrieren, führt ein Konzert mit Rolando Villazón und der Orchestre Philharmonique du Luxembourg auf, sowie ein Silvesterkonzert mit der Jungen Deutschen Philharmonie und Simone Rubino an der Alten Oper, Frankfurt. Mit dem Tenor Julian Prégardien führt sie zudem Konzerte wie Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen mit der Danish National Symphony, der Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi und dem Hannover Staatstheater auf.

Weitere Engagements in den letzten Saisons umfassen Carlos Padrissas renommierte Bühneninszenierung von Mozarts „Thamos, König in Ägypten“ mit der Camerata Salzburg und dem Theaterkollektiv La Fura dels Baus während der 2019 Salzburg Mozartwoche (wiederholt bei dem Festival de Pâques in Aix-en-Provence), Konzerte mit dem Orchestre de Paris (Liveübertragung auf ARTE), dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Bamberger Symphoniker, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem São Paulo Symphony Orchestra, dem Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Verbier Festival Orchestra, der BBC Philharmonic, dem BBC National Orchestra of Wales und einer Live-Orchesteraufführung des Films West Side Story mit einem Publikum von 10,000 Zuschauern im Mexico’s Auditorio Nacional.

In 2017 wurde Alondra de la Parra die erste Kapellmeisterin eines australischen Orchesters als sie eine Stelle am Queensland Symphony Orchestra annahm, welche sie bis 2019 besetzte.

Als sie Klavier und Dirigieren an der Manhattan School of Music studierte, gründete Alondra de la Parra 2004 im Alter von 23 Jahren das Philharmonic Orchestra of the Americas (POA). Ihre Intention war es, ein Orchester zu gründen, das als Plattform für junge Künstler und Komponisten in Amerika fungierte und somit amerikanische Musik im Standard-Repertoire für Orchester etablierte. Ihre erste Aufnahme, ‘Mi Alma Mexicana’ (‘Meine mexikanische Seele’) wurde von Sony Classical herausgebracht, um Mexikos zweihundertjähriges Jubiläum zu feiern. Es landete in den Top 10 der US Billboard Classical Charts und war die erste klassische Aufnahme in Mexico die Platinumverkaufszahlen erreichte, und das in nur 2 Monaten.

Sie dirigierte zudem das Weihnachtskonzert 2019 an der Staatskapelle Dresden in der Frauenkirche, welches vom ZDF übertragen wurde. In den letzten drei Jahren hat die Deutsche Welle das ‘Musica Maestra’ übertragen, eine Fernsehserie, die von Alondra de la Parra ausgearbeitet und präsentiert wurde, sowohl als Protagonistin, als auch als Reporterin, in welcher sie eine Vielzahl von Künstlern rund um die Welt trifft. In den letzten drei Saisons hat sie Gäste wie John Malcovich, Jan Lisiecki, Gautier Capucon und Zenaida Yanowsky interviewt und hat an verschiedenen Veranstaltungsorten, wie Salzburg, der Elbphilharmonie Hamburg, Monte Carlo, Mexiko und Queensland gefilmt!

Würth Philharmoniker

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 und ihrem ersten Auftritt anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten des CARMEN WÜRTH FORUM überzeugen die Würth Philharmoniker als dort angesiedeltes Orchestra in Residence mit einem breiten Repertoire von klassischen bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen ihr Publikum. Das Orchester ist ein weiterer Meilenstein des kulturellen Engagements der Unternehmensgruppe Würth neben den Kunstaktivitäten.

Zu den Sinfoniekonzerten waren bereits zahlreiche international renommierte Dirigenten wie Kent Nagano, Lawrence Foster, Heinz Holliger und Paavo Järvi zu Gast in Künzelsau. Auch Solistinnen und Solisten wie Lars Vogt, Valentina Lisitsa, Gautier Capuçon, Patricia Kopatchinskaja, Gerhard Oppitz, Alisa Weilerstein, Nelson Freire, Elisabeth Leonskaja und Kirill Gerstein folgten bereits der Einladung nach Künzelsau.

Zu weiteren Höhepunkten ihrer noch jungen Biografie zählen die Würth Philharmoniker Arienabende mit Anna Netrebko, Yusif Eyvazov, Rolando Villazón, Olga Peretyatko, Dmitry Korchak, Ildar Abdrazakov, Kristine Opolais ,Sir Bryn Terfel, Sonya Yoncheva, Juan Diego Flórez sowie kürzlich Cecilia Bartoli.

Bei Gastspielen in bedeutenden Konzertsälen weltweit traten die Würth Philharmoniker bereits auch international in Erscheinung. Sie spielten unter anderem im Concertgebouw in Amsterdam, in der Londoner Cadogan Hall, in der National Concert Hall in Dublin und im Goldenen Saal des Musikvereins Wien. Zudem traten sie mit Anna Netrebko und Yusif Eyvazov in der Dubai Opera auf. Gemeinsam mit dem World Orchestra for Peace spielten sie im Jahr 2018 das UNESCO Friedenskonzert zum 100-jährigen Gedenken des Endes des Ersten Weltkrieges.

Unter der Leitung von Claudio Vandelli, der seit 2020 das Amt des Chefdirigenten ausübt, haben die Würth Philharmoniker bereits zwei CDs eingespielt. Ihre Debüt-CD mit Werken von Johannes Brahms ist im November 2019 bei Challenge Classic erschienen. Zu hören ist das erste Klavierquartett, op. 25, in Arnold Schönbergs Bearbeitung für Orchester, sowie die Akademische Festouvertüre, op. 80. Auf ihrer zweiten Einspielung von 2021 präsentieren die Würth Philharmoniker die Tondichtung Finlandia von Jean Sibelius und gemeinsam mit Valentina Lisitsa das Klavierkonzert von Robert Schumann sowie das erste Violinkonzert von Max Bruch mit Veronika Eberle als Solistin.

Die fünfte Saison der Würth Philharmoniker verspricht weitere große Konzerte im CARMEN WÜRTH FORUM mit international bekannten Solistinnen und Solisten. Es ist unter anderem gelungen, Khatia Buniatishvili, Cecilia Bartoli, Christiane Karg und Sir Bryn Terfel, Mischa Maisky und Sergei Nakariakov sowie Christoph und Julian Prégardien zu verpflichten. Neben dem Chefdirigenten Claudio Vandelli stehen immer wieder weitere renommierte Gastdirigentinnen und -dirigenten am Pult der Würth Philharmoniker, darunter Alondra de la Parra, Kent Nagano, Lawrence Foster und der Erste Gastdirigent Martin Panteleev.

Darüber hinaus präsentieren sich die Würth Philharmoniker unter Leitung von Claudio Vandelli im Rahmen von Gastspielen auf bekannten Konzertbühnen im In- und Ausland. So spielten sie mit Veronika Eberle, Alban Gerhardt und Lars Vogt im September 2021 im Festspielhaus Baden-Baden, und gastieren, erneut mit Veronika Eberle, im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart.

Die Würth Philharmoniker sind ein Klangkörper der Reinhold Würth Musikstiftung gGmbH und gehen auf eine Initiative von Reinhold Würth zurück. Im Eigentum der Musikstiftung befindet sich auch die historisch bedeutende Violine „Ex Ries“ aus dem Jahr 1693 des italienischen Geigenbaumeisters Antonio Stradivari, die seit 2020 von Veronika Eberle gespielt wird.

Würth Philharmoniker